Verhaltens- und Spielregeln

für künstlerische Dienstleistungen im Landkreis Fürth
Stand: aktualisiert am 17.07.2020

Da kulturelle Veranstaltungen in gewissem Umfang grundsätzlich wieder möglich sind, ist von Seiten des LRA Fürth keine gesonderte Genehmigung mehr notwendig. Voraussetzung ist, dass sich die Kulturschaffenden an die jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben halten. Aktuell sind das Folgende (vgl. § 21 Abs. 2 der 6. BayIfSMV):

Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben und anderen Vorbereitungsarbeiten sind nur unter folgenden Voraussetzungen zulässig:

  1. Der Veranstalter hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich zwischen allen Teilnehmern, also Besuchern und Mitwirkenden, die nicht zu dem in § 2 Abs. 1 der 6. BayIfSMV bezeichneten Personenkreis gehören, ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden kann; bei Einsatz von Blasinstrumenten und bei Gesang ist ein Mindestabstand von 2 m einzuhalten.
  2. Unter Beachtung der Anforderungen nach Nr. 1 sind in geschlossenen Räumen höchstens 50 und unter freiem Himmel höchstens 100 Besucher zugelassen; bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen beträgt die Anzahl der möglichen Besucher in geschlossenen Räumen höchstens 100 und unter freiem Himmel höchstens 200.
  3. Für Besucher gilt in geschlossenen Räumen Maskenpflicht, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden.
  4. Für die Mitwirkenden gilt in geschlossenen Räumen, in denen sich auch Besucher aufhalten oder der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, Maskenpflicht; dies gilt nicht, soweit dies zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Darbietung führt oder wenn der Mitwirkende einen festen Platz eingenommen hat und den Mindestabstand einhält.
  5. Der Veranstalter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen; soweit ein von den Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachtes Rahmenkonzept (siehe PDF „Hygienekonzept…“ hier) besteht, ist dieses zugrunde zu legen.

6. Für gastronomische Angebote gilt § 13 der 6. BayIfSMV; die Teilnehmergrenzen nach Nr. 2 gelten auch insoweit.

Dazu kommen die Lockerungen im Bereich der privaten Veranstaltungen (§ 5 Abs. 2):

Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstage, Schulabschlussfeiern und Vereins- und Parteisitzungen) sind mit bis zu 100 Teilnehmern in geschlossenen Räumen oder bis zu 200 Teilnehmern unter freiem Himmel gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Abweichend davon gilt § 13, wenn die Veranstaltung in einem gastronomischen Betrieb stattfindet; die Teilnehmergrenzen nach Satz 1 gelten auch insoweit.

Auftritte können nach diesen Maßgaben (§§ 5 und 21 der 6. BayIfSMV) auch ohne vorherigen Antrag beim Landratsamt Fürth durchgeführt werden. Auf öffentlichem Grund sind nach wie vor KEINE Auftritte möglich, da Ansammlungen von Personen zu befürchten sind. Ausnahmegenehmigungen werden bis auf weiteres noch NICHT erteilt.